Gut geplant einkaufen!

Viele von uns kennen die Situation nur zu gut. Mit wenig Plan und unter Zeitdruck, vielleicht gar hungrig oder in Gedanken versunken, hetzen wir durch die Gänge des Supermarktes und kaufen ein, was uns gerade „anlacht“, im Sonderangebot angepriesen wird oder was wir vermuten in nächster Zeit zu benötigen.

Zuhause merken wir dann schnell: es wären noch 2 Pack Butter im Kühlschrank vorrätig gewesen, die nur nach hinten gerutscht sind. Für das Rezept, für das wir eigentlich das Gemüse eingekauft haben, fehlt jetzt die Milch und der Partner verkündet, dass er sich zum Abendessen mit einem Arbeitskollegen verabredet hat. Spätestens jetzt wird klar, ein sinnvoller Einkauf muss anders aussehen.

10 Tipps, die Lebensmittelverschwendung effektiv vorbeugen

Überblick verschaffen

  • Werfen Sie vor dem Einkauf einen kurzen Blick in Kühl- und Vorratsschrank.
    Denken Sie dabei auch immer wieder an die Inhalte Ihrer Gefriertruhe.
    Welche Lebensmittel sind noch vorrätig und was sollte möglichst bald verbraucht werden?

Vorhandenes einplanen

  • Seien Sie kreativ und planen Sie vorhandene Lebensmittel (insbesondere solche mit noch kurzer Haltbarkeit) in Ihre Speiseplanung mit ein!

Abstimmung in der Familie

  • Stimmen Sie sich mit Familienmitgliedern bezüglich Essenswünsche und Abwesenheiten ab. Oder hat sich eventuell Besuch angekündigt?

Speiseplan erstellen

  • Speise- (Wochen-)pläne leisten eine effektive Hilfestellung bei der Essensplanung. WANN (Wochentag, Tageszeit) möchte ich WAS (Rezept mit benötigten Zutaten) für WEN (Menge) kochen?

Weiterverwendung bedenken

  • Überlegen Sie, wie Sie Zutaten, die nur in kleineren als den verpackungsüblichen Mengen benötigt werden, noch weiter nutzen können. Oftmals fallen geöffnete oder angeschnittene Lebensmittel, die nicht zeitnah aufgebraucht werden, dem Biomüll zum Opfer.

Einkaufszettel nutzen

  • Schreiben Sie sich einen Einkaufszettel, welche Lebensmittel und Mengen wirklich benötigt werden. Sortieren Sie diese gleich nach Kategorien (z.B. Kühltheke, Gemüseabteilung etc.) um Zeit beim Einkauf einzusparen.

Bedarfsgerechte Mengen einkaufen

  • Kaufen Sie gerade von den frisch und leicht verderblichen Lebensmittel wie Brot und Obst/Gemüse erst kurz vorher die tatsächlich benötigten Mengen. Hamsterkäufe machen hier nur wenig Sinn. Beachten Sie: Familien-Portionen und XXL Packungen locken zwar mit günstigen Preisen, jedoch sind sie unterm Strich teuer, wenn ein Teil schließlich im Müll landet.

Richtigen Einkaufsort wählen

  • Überlegen Sie auch, wo Sie ihre Einkäufe am besten tätigen. Auf Wochenmärkten, bei Direktvermarktern oder in Unvperackt-Läden sind Lebensmittel beispielsweise oftmals auch einzeln, in kleinen Mengen und in hoher Qualität verfügbar. Hier erhalten Sie auch saisonale und regionale Produkte, bei der Sie prinzipiell von einer längeren Haltbarkeit der Produkte ausgehen können.

Spontankäufe vermeiden

  • Vermeiden Sie möglichst Spontankäufe und lassen sich nicht zum Kauf von vermeintlichen Sonderangeboten verleiten – außer Sie wissen, dass Sie die verbilligten Produkte in der nächsten Zeit aufbrauchen werden.

 

Mit Weitblick einkaufen

  • Wenn Sie bereits wissen, wann Sie die Lebensmittel verwerten, greifen Sie ruhig auch mal bewusst zu Produkten mit kurzem Mindesthaltbarkeitsdatum. Viele Supermärkte bieten hier sogar Rabatte an und Sie retten damit gleichzeitig Lebensmittel, die sonst vermutlich trotz voller Genießbarkeit vom Handel entsorgt werden müssten. Letzteres gilt auch für Obst und Gemüse, mit kleinen „Schönheitsfehlern“.
    Eine Buttermilch, die gleich getrunken wird, braucht kein Mindesthaltbarkeitsdatum, das weit in der Zukunft liegt. Für Semmelknödel genügen auch die Brötchen vom Vortag und Bananenmilch ist meist sogar leckerer, wenn die Bananenschale unansehnlich braun ist.

Quelle: www.welthungerhilfe.de